Kunststoffe

 

Ölsäurederivate können sowohl zur Herstellung polymerer Werkstoffe selbst oder als Hilfsmittel bei ihrer Verarbeitung eingesetzt werden:

Tabelle: Ölsäurederivate zur Herstellung von Kunststoffen

 

Von Bedeutung zur Herstellung dieser beiden Produktlinien ist die Doppelbindung als funktionelle Gruppe. Durch gezielte Reaktionen lassen sich insbesondere Monomere oder Vorprodukte zur weiteren Polymerisation herstellen:

  • Ozonolyse: oxidative Spaltung der Doppelbindung in Azelain- und Pelargonsäure, technisch realisiert bei Emery / USA - allerdings auf Basis von Talg-Olein (50.000 Jato Verarbeitungskapazität),
  • Epoxidierung: von HO-Ölen oder Derivaten (z.B. Methylester oder Oleylalkohol), nach anschließender Hydrolyse erhält man Polyolkomponenten, z.B. zum Einsatz in PUR, Lacken, Harzen, Polyestern u.v.m.,
  • Dimerisierung: von Ölsäure zur Herstellung von Dimerfettsäuren, z.B. zum Einsatz in PUR, Lacken, Harzen u.v.m.
  • Die Kunststoffproduktion stellt an die Reinheit der Monomere besonders hohe Voraussetzungen, da sonst Kettenabbruchsreaktionen drohen. In Produktqualität und vereinfachter Reaktionsführung zeigt sich die besondere Stärke hochreiner Rohstoffe. Bislang ist dieses Potenzial des HO-Öl Einsatzes noch wenig ausgeschöpft.