Kein Preisdumping bei hochölsäurehaltigen Sonnenblumen

14.04.00, Dr. Kliem: Erzeugerpreisangebote nicht akzeptabel

 

Als völlig inakzeptabel kritisiert der Vorsitzende der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V., Dr. Klaus Kliem, die Erzeugerpreisangebote für den Anbau von hochölsäurehaltigen Sonnenblumen zur diesjährigen Aussaat. Mit Dumpingpreisangeboten unter 40,00 DM je Dezitonne würde ein wertvoller Rohstoff geradezu verschleudert. Einen HO-Sonnenblumenanbau um jeden Preis dürfe es nicht geben.

Der UFOP-Vorsitzende wies in diesem Zusammenhang auf die Förderaktivitäten zur Entwicklung dieser Anbaualternative in den vergangenen Jahren hin. Die behutsame Entwicklung des Anbaus von hochölsäurehaltigen Sonnenblumen sei das Ergebnis eines bis heute erfolgreichen Verbundvorhabens zwischen Züchtungsunternehmen, Agrarhandel, Saatenverarbeitung und der chemischen Industrie. Dank der erfolgreichen Züchterarbeit könnten heute die von der Industrie geforderten Rohstoffqualitäten mit mindestens 83 Prozent Ölsäureanteil geliefert werden. Auch der Erfassungshandel habe sich auf diesen neuen Rohstoff eingestellt und stelle heute sicher, dass sortenreines Erntegut der Saatenverarbeitung angedient werden könne. Gleichzeitig sei im Rahmen eines mit Mitteln des Bundeslandwirtschaftsministeriums geförderten Modellvorhabens das Anbauverfahren in für diese relativ spätreifen Sorten geeigneten Regionen gefördert worden. Die UFOP beteilige sich ebenfalls mit der Förderung eines Projektvorhabens an der Entwicklung dieser Anbaualternative unter der Zielsetzung, für diese spätreifenden Sorten durch die Prüfung von Maßnahmen zur Ernteverfrühung einen Beitrag zur Ertragssicherung für die Erzeuger zu leisten.

Nicht zuletzt aufgrund dieser gemeinsamen Aktivitäten sollte das Erzeugerpreisniveau der vergangenen Jahre zwischen 45,00 und 50,00 DM je Dezitonne nicht unterlaufen werden, gibt Dr. Kliem zu bedenken. Bei Preisangeboten unter 40,00 DM je Dezitonne sollten sich die Betriebe einen Anbau gut überlegen, weil einerseits die Wirtschaftlichkeit hinterfragt werden müsse und andererseits zu befürchten sei, so der UFOP-Vorsitzende, dass sich das Preisniveau für HO-Sonnenblumen für die nachfolgenden Anbaujahre an diesem Preisniveau orientieren werde.

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